(M)ein kleiner Einblick

Wenn sieben junge Schreiberlinge antreten, um das spleen*Festival medial zu begleiten, dann sammeln sich jede Menge Eindrücke und Gedanken an, die man entweder für sich behalten oder mit der Welt teilen kann. Da das Niederschreiben der persönlichen Sicht der Dinge aber nie ganz verkehrt ist, werde ich die folgenden Zeilen all denen widmen, die immer schon mal wissen wollten, wie es ist wenn man keine absolut keine Ahnung vom Theaterschauen und anschließend darüber zu Schreiben hat und trotzdem… zu schreiben beginnt.

Der erste Termin für ein Treffen fiel auf einen windigen Samstag im Jänner: Aufgefädelt wie Perlen an einer Schnur saßen wir, also die anderen Teilnehmer des Medienprojekts und ich, an einem runden Tisch im TaO und versuchten darüber diskutieren, wo die Reise eigentlich hinführen sollte. Was wir uns von dem Festival erwarten, wollte man wissen. Aber das wusste ich bis zu diesem Zeitpunkt selbst nicht so genau: Im Grunde genommen irgendwas mit Theater und Schreiben, oder?

Zwar bin ich anfangs nicht in der Lage dazu gewesen die Frage zu beantworten wo die Reise hinführen soll – aber mittlerweile wenigstens wo die Reise hingeführt hat. Das Theater im Bahnhof, der sogenannte spleen*hotspot, wurde mit Beginn des Festivals am 04. Februar 2016 zum Großraumbüro umfunktioniert und inmitten von bunt zusammengewürfelter Einrichtung konnte ich meinem Laptop beim heiß laufen zuschauen. Zwar nicht verzweifelt, aber trotzdem ein bisschen angespannt, ob ich meine Gedanken zeitig aufs Papier bekomme, saß ich auf meinem Polsterhaufen und sah der Zeit beim Vergehen zu. Noch 1 Stunde bis Redaktionsschluss: Jetzt aber schnell!

Und wie ist es jetzt eigentlich sich Kinder und Jugendtheater anzuschauen und anschließend darüber zu schreiben? – Nach ein paar Tagen im Selbstversuch kann ich ehrlich zugeben, dass es mit Sicherheit kein einfaches Unterfangen ist und ich Kinder und Jugendtheater im Vorfeld definitiv unterschätzt habe. In den Augen meiner Mitmenschen bin ich vielleicht das, was man als Erwachsen bezeichnet und trotzdem muss man manchmal einsehen, dass man als Erwachsener nicht über den Dingen steht. Ich glaube nur, weil Inhalte auf verständlichere Art und Weise vermittelt werden, schmälert das an sich nicht die Idee hinter der Geschichte selbst.

Schlussendlich bringt das Nachdenken und Hinterfragen von Inhalten viel Zeit mit sich, die man alleine mit seinen eigenen Gedanken verbringt. Und wenn ich nun täglich meine Eindrücke über das Theaterschauen festgehalten habe , dann hab ich dieses Mal nicht nur etwas über andere gelernt, sondern am Ende tatsächlich auch ein bisschen über mich selbst.

Ein Text von Katrin Fischer.