Kategorie-Archiv: Das Kollektiv

spleen*krapfennot in graz

BESCHWERDE !!!

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Das Kollektiv hat sich von diesem Angebot verleiten lassen, ein Café X aufzusuchen obwohl es von Grazern nicht empfohlen wird. Um 12:15 Uhr befindet sich kein einziger Krapfen mehr in der Filiale, geschweige denn 10 Stück für 8,50 Euro. Was ist  los im Café X? Es ist Festival-Zeit! Da muss Vorsorge getragen werden.

Auf Anfrage bei der Filialleitung wird uns mitgeteilt, es hätte nur 300 Krapfen für diese Filiale gegeben. Tageszuteilung. 300 Krapfen!

300 Krapfen?  Das sind umgerechnet 30 Kunden. Nur 30 Kunden konnten heute das Angebot des Tages annehmen.

SKANDAL!!!

PS. Nun wissen wir, warum der Grazer mit der Empfehlung sehr zurückhaltend bleibt.

Alexander Iljitsch Besymenski

( i.V. des ITTKKS*2014)

Kaka-Du*Lottaleben

DIE ERSTE WURST
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ICH WILL NACH HAUSE!  
ruft ein kleiner Junge, kaum, dass das Stück begonnen hat. Doch die Mutter bleibt hart! Erst nachdem eine lautstarke Begründung folgt –  ICH MAGS NICHT SEHEN!- gibt sie nach und verlässt das Theater.
Das Kollektiv kann sich dem Buben nicht anschließen, auch wenn seine Antipathien nachvollziehbar sind. Der Prozess vom Windelträger zum Kaka-Töpfchenbenutzer ist jedem von uns tief im Gedächtnis eingebrannt. Und nicht jeder hat bereits damit abgeschlossen. Das wurde heute deutlich. Trotzdem lautet das Urteil zur Inszenierung: “Sehr lustig!”
Über ein Jahr lang haben sich Lottaleben dem Thema KINDER, KLO & KACKE gewidmet, und im Anschluss an die theoretische Auseinandersetzung  acht Monate lang an KAKA-DU gearbeitet. In der bunten Mischung aus Tanz, Performance, Spiel, Musik und Objekttheater will die kleine Paula nicht mehr aufs Kaka-Töpfchen, sie will auf die große Toilette. Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Am liebsten will sie gar nicht MÜSSEN.
Stattdessen spielt und träumt sich Paula durch das Toiletten-Universum. Die Klobürste erwacht zum Leben, in jedem Ding steckt eine Seele und eine Geschichte (auch in der handelsüblichen Saugglocke oder Pömpel genannt).
Ach, das Klopapier war einst ein Baum und alles und jedes hat ein Geräusch und einen Geruch, ein Tun und ein Sein. Das lebendig gewordene Klo-Inventar tollt und tanzt und tut und das hat das Kollektiv wild erheitert und zu einem philosophischen Nachgespräch angereget.
Die erste eigene Wurst, das selbst Erschaffene, das, was aus mir gekommen ist – das lässt kein Kind unberührt, auch uns nicht. Die Pädagogin rät zu Lob und Nachsicht, die Faszination über das KAKA wird sich legen. Warum eigentlich?
Wundern wir uns nicht, wenn sich heute Abend in einigen Grazer Familien, Eltern dem Zustand der Verzweiflung und der Hysterie nähern, wenn sie ihre Kleinen beim Versuch in der Kloschüssel zu tauchen, beim Zähneputzen mit der Klobürste oder beim Verstecken sämtlicher Toilettenrollen in den Spieleschrank, erwischen.
Erschrecken Sie nicht, liebe Eltern, wenn Sie Ihr Kind morgen früh mit einem Pömpel auf dem Kopfkissen statt  Bussi-Bären oder Kuschel-Hasi vorfinden.
Auch diese Phase geht vorüber…

Alexander Iljitsch Besymenski

( i.V. des ITTKKS*2014)

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P.S. auf Socken in die Vorstellung – olfaktorisch gesehen ein Armageddon

vorsicht*dachlawinen

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Der größte Feind des Kollektivs ist nicht etwa die tickende Uhr, die das drohende Zuspätkommen prophezeit oder die Ortsunkenntnis, nein, es sind die Grazer Dachlawinenlatten. Die Stadt ist voll gestellt mit Dachlawinenlatten, die den Fußgänger vor herabstürzenden Schneeklumpen, in aggressiven Gruppen fallenden Wassertropfen, verwirbelten Schneeflocken oder spitzen Eisschollen WARNEN!!! sollen. Aber was ist der Zweck? Was ist zu tun? Wie soll sich der Tourist verhalten? Die nationalen Mitglieder des Kollektivs, seit Jahren mit dem Dachlawinenlattendrama vertraut, raten
1.) dicht an die Hauswand pressen und seines Weges hetzen oder
2.) auf der Mitte der Straße weiterlaufen.
3.) Einen Helm tragen.
Das Kollektiv entscheidet zum Schutze des Kollektivs: Helmpflicht für alle! 
xy

Alexander Iljitsch Besymenski

( i.V. des ITTKKS*2014)

 

spleen*planung

1:32 Uhr, Ende Kollektiv Planungs Sitzung

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Nach einschlägigen Recherchen gelingt es mir, das Kollektiv aufzuspüren, in einem nicht näher zu bezeichnenden Etablissement. 3 volle Zeitstunden verbringt das Kollektiv damit, sich durch das Wirrwarr der theatralen Angeboten zu arbeiten und den ultimativen spleen*PLAN zu erstellen.

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Unter dem Einfluss hiesiger Getränke-Spezialitäten gelingt es, alle Aktiviäten in einem Strategiepapier zu festzuhalten. Wir sind stolz und erleichtert – es ist möglich, alle Festival-Angebote wahrzunehmen. Einzige Bedingung: Das Kollektiv muss kollektiv von Ereignis zu Ereignis radeln.

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23:54 Uhr, Haselnussbrand mit Schnittchen

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1:11 Uhr, kurz vor der Beschlussfassung

Wir wünschen allen Organisatoren, Künstlern und Gästen eine entspannte Nacht.

Herzlich,

das ITTKKS*2014

Alexander Iljitsch Besymenski

anreise*tag

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9:02 Uhr Abfahrt nach Graz

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Deutsche ICE Landschaften

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Österreichische EC Landschaften

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16:15 Uhr, Ankunft Graz Hauptbahnhof

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16:21 Uhr,  LEERER Platz vor dem Hauptbahnhof

Wo ist das Kollektiv?

Was ist an 

“Ich komme um 16:13 Uhr am Bahnhof an”

missverständlich?

Und wieso hat  der Taxifahrer noch nie was von

spleen*2014 gehört?

Verwirrung!

Alexander Iljitsch Besymenski

( i.V. des ITTKKS*2014)

 

ittkks*2014

Geneigte Leser,

der hier berichtende Autor ist mit einer zwei Drittel Mehrheit zum schreibenden Sprachrohr des ITTKKS*2014 gewählt worden und hat diese Aufgabe mit Freude angenommen.

Das InternationaleTheaterTouristischeKünstlerKollektivSpleen*2014 ist ein Zusammenschluss nationaler und internationaler, vielseitig künstlerisch talentierter und multibegabter, fortschrittlich arbeitender Künstlerkollegen, deren Namen nichts zur Sache tun und deren Integrität außer Frage steht.

Das Kollektiv hat sich freiwillig mit dem Ziel gegründet, kollektiv geeint das

5. internationale, biennale Theaterfestival für junges Publikum spleen*graz 2014

zu erleben und zu einem menschlich-theatralen Forschungsgegenstand zu erheben.

Das Kollektiv plant

14 spleen*inszenierungen an 8 spleen*spielorten,

9 Veranstaltungen im spleen*rahmenprogramm,

8 spleen*trieb Aktionen im öffentlichen und theatralen spleen*raum,

7 spleen*nachbereitungspartys und

3 spleen*konzerte

zu besuchen, zu bewerten, zu loben, zu kritisieren, zu verfluchen oder kollektiv zu zerreden.

Dieser Blog soll Zeugnis ablegen von profanen, aber auch außergewöhnlichen Begegnungen, Ereignissen, Interaktionen und Zerwürfnissen innerhalb und außerhalb des Kollektivs, der öffentlichen Wahrnehmung des Kollektivs während spleen*graz 2014 und selbstverständlich von den Konsequenzen seines Verhaltens.

Hier wird das Blatt vom Mund genommen! Hier wird unverfälscht zitiert und illustriert. Hier wird Wahrheit verkündet.

Das Kollektiv wünscht den Lesern viel Freude bei der Lektüre.

Hochachtungsvoll, 

Alexander Iljitsch Besymenski

( i.V. des ITTKKS*2014)